Die Eisbude.

Was es einfach nur für ein mieses-fieses Gefühl ist, wenn die eigene Bude plötzlich wieder so schweinekalt wird!!!

Dieser Moment, in dem es einem von jetzt auf gleich schwer fällt morgens aufzustehen, weil es schlichtweg zum Bibbern ist sobald man seine kuschelige Bettwäsche von sich wirft… also, der ist einfach nur blöd. Außerdem wird die Nasenspitze immer so schnell kalt.

Ich habe noch so überhaupt gar keine Lust auf den Winter.
Der Herbst ist zwar eine Zwischenstation, aber er ist unzweifelhaft der unweigerliche Vorbote des ganz großen Kälte-Übels.
Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich in der Tat kalte Pfoten.
Unangenehm!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie wenig Lust ich auf ‚frieren‘ habe!
Allerdings hatte ich mir geschworen, die Heizung frühestens im Oktober anzumachen.
Heißt: Offiziell kann ich seit Mittwoch endlich Wärme in meine Hütte bringen.

Habe ich bisher aber immer noch nicht.
Elendiger Sparfuchs aber auch. 😀

(Auf dem Foto sehe ich nun leichten Dreck auf meiner Heizung. Nix für ungut. Haha…)

Momentan wird schlafklamottentechnisch auf jeden Fall erst mal vom Top oder Shirt aufs Longsleeve umgestiegen, zusätzlich natürlich eine wonnig-warme Chillbuxe angezogen, und dann überlebt man erst mal noch ein paar Tage. So hoffe ich zumindest.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob das wirklich Sinn macht.
Ich nage nicht so sehr am Hungertuch, als dass ich das tun MÜSSTE.
Andererseits kaufe ich auch unheimlich gerne Klamotten und Zeug und unsäglich unsinnigen Nippes.
Und alles, was ich am einen Ende spare, kann ich am anderen naturgemäß ja wieder ausgeben!
Hervorragend!! 😀

Bin nur ich so?
Oder sind andere Menschen auch erst mal noch zu geizig, um die Heizung sofort anzumachen, sobald es etwas frischer in der Bude wird?
Ich bin mir unsicher.
Aber Oma und Opa haben die Heizung zum Beispiel schon seit Wochen an, soweit ich weiß.^^

Früher haben immer total viele Menschen sowas gesagt wie:

X: Also ich kann eindeutig viel besser frieren, als schwitzen.
Y: Echt? Nein. Also ich kann besser schwitzen.

Und ich dachte immer so:

Häh? Ist doch beides scheiße.

Stimmt zwar auch, aber mittlerweile bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich es lieber etwas zu warm habe, als zu kalt. Mal ganz abgesehen davon, dass einem im Sommer eher weniger droht, auf dem Weg zur Arbeit bei Glatteis irgendwo gegenzufahren, oder nach einem kleinen Fußmarsch schon auszusehen wie der allerletzte Dreckspatz, weil alles feucht und matschig ist und man scheinbar so einen unegalen Bauerngang hat, dass man sich den ganzen Rotz immer selbst hinterrücks an die Hose klatscht. 😀

Auf jeden Fall sitze ich hier jetzt auch wieder schön muckelig in einen Pulli eingepackt und harre der Dinge, die da kommen mögen.
Warum ich vom Fenster aus immer noch Leute sehe, die auf ihrem Fahrrad im T-Shirt an meinem Haus vorbeifahren, bleibt mir bislang ein Rätsel. In der Regel natürlich eher die harten Kerle, als dass jetzt eine Frau noch im Top unterwegs ist. Aber verstehen tu ich das auch bei Männern nicht wirklich.

Et ist doch, selbst wenn man sich vielleicht nicht direkt totfriert, einfach auch unjemütlich!

Ich für meinen Teil werde das Haus gleich auf jeden Fall dem Wetter entsprechend eingepackt verlassen, im Zweifel eben im altbekannten und bewährten Zwiebel-Look.

Und wenn meine Texte im Laufe des Herbstes und Winters dann immer kürzer und fehlerdurchzogener werden, dann wisst ihr ohne Zweifel, dass ich gerade dabei bin in meiner Eisbude zu einem Eisklotz zu mutieren.
Wäre cool, wenn dann jemand vorbeikommt und mich auftaut.
Haarföhn ist im Waschbecken-Unterschrank.

Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen
P.M. ♥