Oh, Du schönes Design.

Jetzt aber mal ganz im ernst!
Welcher Vollhongomat hat eigentlich DIESE Pinöppel erfunden??

Weniger praktisch gehts ja wohl nicht!!!

Oder haben nur mein Dad und ich in unserem Genpool irgendetwas rumschwimmen, was uns so dermaßen krasse Krüppel-Ohren verleiht, dass uns die Dinger ständig aus dem Ohr plumpsen?
Das ist echt die absolute Härte.

Stell dich mit diesen Musikstöpseln ma auf nen Crosstrainer.
Du bist die ganze verfluchte Zeit nur damit beschäftigt, sie entweder in Deinem Ohr zu halten oder zu versuchen, sie iiiirgendwie so gezielt in den Lauschern zu platzieren, dass Du endlich mal in Ruhe zwei bis drei Minuten strampeln kannst – Und zwar ohne plötzlich wieder an Dir herunterhängendes Gebammsel.

WAHNSINNIG ANSTRENGEND!

Und der allergrößte Flachwitz an der Sache is ja: Die Dinger heißen „In-Ear-Kopfhörer“
Klingt, als wollen die Marketing-Menschen einem damit sagen:

Hey, diese Kopfhörer sitzen so dermaßen fest in Ihrem Ohr… Sie können tanzen, sporteln … ja, sogar Bungee-Jumpen und DIESE Kopfhörer sitzen fest, fester, am festerestesten!

NICHT!!

Heutzutage werden anscheinend eh gerne mal Gegenstände konzipiert, die dann zwar vielleicht ganz modern und chic aussehen, aber für den praktischen Gebrauch gänzlich unnütz sind.
Hauptsache schön.
Wobei „schön“ da ja nu auch wieder ein äußerst dehnbarer Begriff ist.

Hübsch, aber wenig funktionell war auch dieses Waschbecken bei den werten Journalisten-Kollegen in einem anderen Gebäude:

Auch hier ist das äußerst moderne und sterile Design natürlich grandios und überhaupt könnte ich dieses wunderschöne Waschbecken stundenlang anschauen und dabei begeisterte Seufzer ausstoßen, die zugleich eine Trauer darüber implizieren, dass ich selbst so etwas wunderbares nicht zu Hause habe.

ABER WAS HAB ICH DAVON, wenn ich mir nicht vernünftig die Hände waschen kann, weil dieses ach so tolle Design es mit aller Kraft zu verhindern weiß?

Der Wasserhahn steht steht, durch seine elegante Länge, nämlich so weit nach vorne ab, dass das blöde Sensor-Ding auf die Entfernung überhaupt nicht mehr erkennt, dass da gerade zwei Hände am Start sind, die mit Wasser benetzt werden wollen.

Die einzige Möglichkeit?
Beide Hände einzeln waschen… irgendwie… also… meine Hände mussten sich quasi selbst waschen.
Immer noch besser als jene Menschen, welche sich die Pfoten nach einem gepflegten Klogang gar nicht waschen, aber zufriedenstellend war das trotzdem nicht unbedingt.

Und a propos Hände waschen: Eine Arbeitskollegin hat sich letztens selbst entlarvt. Ich habe ja drauf gewartet, dass ich das erste Schweinchen bald ma am Gang erkenne. Jetzt weiß ich, dass sie definitiv schon mal ein Mensch der Kategorie:

„Ich tu so, als würde ich mir nach dem Klo die Hände waschen, mache den Wasserhahn aber nur in Windeseile einmal ganz schnell an und aus“

… ist.

Da weiß ich jetzt wenigstens schon mal eine PC-Tastatur, an die ich mich niemals nicht setzen werde und ein Paar Hände, welches ich niemals freiwillig zum Gruße schütteln werde. 😀
Und wie ich es bereits in meinem Text bezüglich dieser ganzen Sauerei angeschnitten habe: Natürlich handelt es sich dabei um eine „Lady“, welche viel auf ihr Äußeres gibt und nach außen hin offenbar sehr gepflegt ist.
Nun ja…

Schade, dass heute Sonntag ist.
Sonst würde ich endlich mal losziehen und mir neue Kopfhörer holen.
In freudiger Hoffnung vielleicht „Out-Ear“… vielleicht hilft das ja.
Aber nein, es ist Sonntag.
Deshalb werde ich dann gleich erneut auf dem Crosstrainer stehen, mit diesen ollen roten Pinöppeln am Ohr (ja, „am“ Ohr… denn „im“ wäre faktisch einfach gelogen) und mich darüber ärgern, dass die Unternehmen so dämliche Sachen designen.

In diesem Sinne: Cheers! ♕ 😉